Haus Mignon hat den Deutschen Frühförderpreis 2021 erhalten (Infos weiter unten)

Interdisziplinäre Frühförderung

Die ersten Lebensjahre sind die sensibelste Phase in der Ausgestaltung einer harmonischen Entwicklung des Kindes. Verläuft diese verzögert oder wird sie behindert, ist frühe Hilfe entscheidend, denn was jetzt versäumt wird, ist später nur sehr schwer wieder nachzuholen. Eine frühe präventive Begleitung der Familie spart oft spätere, aufwendigere Maßnahmen.

Die im Haus Mignon angebotene Frühförderung ist interdisziplinär, das heißt, dass erfahrene Kolleginnen aus verschiedenen pädagogischen und therapeutischen Berufsgruppen unter der Verantwortung eines Arztes und einer Heilpädagogin zusammen arbeiten. Bei der sogenannten Komplexleistung stellen der Kinderarzt und die Heilpädagogin in regelmäßig stattfindenden Diagnostikterminen durch Untersuchungen, Tests und Gespräche mit den Eltern fest, wie groß die Entwicklungsdefizite des Kindes sind. Gemeinsam entwerfen sie den weiteren Förder- und Behandlungsplan. Die angezeigten heilpädagogischen und medizinisch-therapeutischen Maßnahmen finden dann in der Regel ambulant in den Frühförderstellen von Haus Mignon oder in einer mit uns kooperierenden Praxis statt. Im begründeten Ausnahmefall kann ein Teil der Frühförderung auch zu Hause, in der Krippe oder im Kindergarten erfolgen. Meist betreut über die gesamte Förderzeit eine feste Frühförderin die Familie, sodass sie eine vertraute Ansprechpartnerin für alle Fragen ihrer oft traumatischen Erlebnisse und ihres schwierigen Alltags haben.

 

Wenn keine Komplexleistung erforderlich oder gewünscht ist, bieten wir auch Frühförderung als reine Heilpädagogik an. Dann können sich die Familien zusätzliche Therapien wie gewohnt von ihrem Kinderarzt verschreiben lassen und die Therapiepraxis hierfür frei wählen.

Szene mit Kind und Ball aus der interdisziplinären Frühförderung

Frühförderung ist Hilfe für

  • Kinder mit Entwicklungsverzögerungen in Bewegung, Sprache und Spiel
  • Kinder mit Behinderungen
  • Kinder, die von Behinderung bedroht sind
  • Kinder mit einer chronischen Erkrankung
  • frühgeborene Kinder
  • Säuglinge mit Anpassungsstörungen (Schlaf- oder Ess-Störungen)
  • Kinder mit bestimmten Krankheitsbildern (Down-Syndrom, Williams-Beuren-Syndrom, Rett-Syndrom, Fragiles X-Syndrom etc.)
  • Kinder mit Wahrnehmungsstörungen.

Alle Kinder dieses Personenkreises haben unter bestimmten Voraussetzungen einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf Frühförderung vom Zeitpunkt der Geburt bis zum Schuleintritt. Diese Maßnahme ist im Rahmen der Eingliederungshilfe und der medizinischen Verordnung für Kinder und Eltern einkommensunabhängig. Wird also die Frühförderung als notwendig erkannt, übernehmen die örtlichen Sozialämter die Kosten.

Szene mit Kind und Bilderuch aus der interdisziplinären Frühförderung

Ziele der Frühförderung sind

  • die Entwicklung in den Bereichen Spiel, Motorik, Sprache und Wahrnehmung zu fördern und zu begleiten

  • Eigenwahrnehmung und Weltvertrauen des Kindes so zu wecken und zu fördern, dass von ihm eine größtmögliche Selbständigkeit entwickelt werden kann

  • die Eltern im Alltag zu unterstützen und zu beraten

  • mit Ärzten, anderen Therapeuten und Behörden zu kooperieren

  • die Eingliederung des Kindes in Krippe, Kindergarten oder Schule anzubahnen.

Methoden der Frühförderung sind

  • Basale Sinnespflege

  • Heilpädagogisches Spiel

  • Psychomotorik
  • Heileurythmie

  • Ergotherapie

  • Sensorische Integration

  • Physiotherapie

  • Logopädie

  • Musiktherapie

  • Systemische Beratung

  • Steep-Beratung

  • Psychologische Beratung

  • Sozialberatung

Bei Fragen zur Frühförderung wenden Sie sich gerne an:

 

Ruth Enste, Leiterin Frühförderung

Telefon: (040) 40 18 55 56

Fax: (040) 40 18 54 24

E-Mail: fruehfoerderung@haus-mignon.de

 

Unsere Frühförderstellen finden Sie hier:

 

Sternstraße 106

20357 Hamburg-Eimsbüttel

 

Christian-F.-Hansen-Str. 5

22609 Hamburg-Nienstedten

 

Börnestraße 15

22089 Hamburg-Wandsbek

 

In unserer interdisziplinären Frühförderstelle in der Sternstraße 106 befinden sich auch die mit uns kooperierenden Praxen für

Deutscher Frühförderpreis 2021

Im Mai 21 haben wir den Deutschen Frühförderpreis 2021 von der VIFF (Die Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung - Bundesvereinigung e. V.) für unsere "Handreichung zur Online-Frühförderung. Ein erster Impuls" erhalten. In der Handreichung reflektieren die Autorinnen Ulrike Götzlaff, Dr. Marianne Irmler und Madeleine Morhardt die ersten Erfahrungen unseres Kollegiums mit der digital unterstützten Arbeit und geben zahlreiche Anregungen für die Gestaltung von Online-Frühförderung. 

 

Mit dem Ausbruch der Coronapandemie und den einhergehenden Lockdowns entstanden neue gesellschaftliche Herausforderungen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Diese betrafen auch sämtliche Kinder, Familien und Fachkräfte in heilpädagogischen und interdisziplinären Einrichtungen. Da die Leistungserbringung in der Frühförderung nicht allein ambulant stattfindet, sondern auch im familiären Umfeld oder in den Kitas der Kinder, haben die Fachkräfte regelmäßigen Kontakt zu einer Vielzahl von Haushalten. Zudem besteht der einzelne Kontakt deutlich länger und intensiver (z. B. durch Körperkontakte) als die geltenden Abstandsregelungen es empfehlen. Sollte also eine Infektion bestehen, ist die Gefahr einer eigenen Ansteckung und der Übertragung auf weitere Familien und Haushalte deutlich erhöht. Dies ist besonders dramatisch, da viele der Kinder, die Frühförderung erhalten, durch Vorerkrankungen oder ihre Lebensumstände besonders infektionsgefährdet sind.

 

Eine Unterbrechung der Leistungserbringung hätte nicht nur starke finanzielle Auswirkungen auf die Frühförderstellen und ihre Fachkräfte, sondern vor allem gravierende Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder und deren Familiensysteme. Dies gilt zu Pandemiezeiten, aber auch in Zeiten mit weniger weitreichenden gesellschaftlichen Einschränkungen. Durch die Verwendung von digitalen Medien könnten Kinder, die durch Vorerkrankungen dauerhaft besonders infektanfällig sind, während Krankheitswellen auf Wunsch der Eltern über Online-Frühförderung vor Infektionen geschützt und häufige Ausfälle von Förderstunden vermieden werden.

 

Zu Beginn der Corona-Pandemie stiegen wir erstmals auf eine Förderung via Online-Medien um, um weiterhin Kontakt mit den Familien zu ermöglichen und die Förderung der Kinder ohne Infektionsgefahr weiterführen zu können. Diese Vorgehensweise ist in der Frühförderung neu, während die Form der Onlineberatung in anderen Kontexten z. B. der Psychotherapie seit längerem genutzt wird. 

 

In der Handreichung haben die Autorinnen die ersten Eindrücke Meinungen und Erfahrungen unserer Pädagog*innen und Therapeut*innen gesammelt und ausgewertet. Die Handreichung beleuchtet die grundlegenden Rahmenbedingungen, den Datenschutz, die Auswahl von Hard- und Software, aber auch die Haltung der Pädagog*innen und Therapeut*innen gegenüber dem Einsatz von digitalen Medien sowie Grenzen und Chancen einer Online-Frühförderung. Die Handreichung versteht sich als erster Impuls für dieses Thema in der Frühförderung

 

 

Gewinnen Sie einen Eindruck von unserer Arbeit mit diesem Film (etwa 16 Minuten lang).

In eigener Sache

Aufgrund der großen Beanspruchung müssen wir fortlaufend neue Therapiematerialien anschaffen, um die hohe Qualität unserer Arbeit aufrechtzuerhalten. Hierbei sind wir auf private Spenden angewiesen. Wenn Sie uns unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an die Benita Quadflieg Stiftung.

 

Haus Mignon e. V.

Sternstraße 106

20357 Hamburg

 

Frühförderung:
Tel. (040) 40 18 55 56

 

Kindergarten, Kinderhaus und Allgemeines:

Tel. (040) 82 27 42 15

 

Buchhaltung und Personal:

Tel. (040) 43 28 24 47 0


 

Aktuelles

Im Mai 21 haben wir den

Deutschen Frühförderpreis 2021 von der VIFF für unsere "Handreichung zur Online-Frühförderung. Ein erster Impuls" erhalten.